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Pilotprojekt „Interkulturell im Ehrenamt aktiv (IKA)“, 2007-2010

Warum? Um interkulturelles Arbeiten im DRK-Ehrenamt stärker zu verankern, hat der Ausschuss Ehrenamtlicher Dienst empfohlen, ein bundesweites Modellprojekt durchzuführen.

Wer? Das DRK-Generalsekretariat, Team Migration - Interkulturelle Öffnung - Inklusion, hat in Kooperation mit dem Arbeitsfeld „Ehrenamt“ die Konzeption für das Modellprojekt erarbeitet und Finanzmittel für die weitere Projektentwicklung, den Austausch und die Qualifizierung der Beteiligten zur Verfügung gestellt.

Mit Wem? Am Modellprojekt beteiligen sich Landes- und Kreisverbände, die sich in ehrenamtlichen Arbeitsfeldern interkulturell öffnen und auch Migrant/innen in die Gestaltung ihrer Angebote und Dienstleistungen einbeziehen wollen.

Ziel ist es, die Kooperation zwischen DRK-Verbänden und Migrantengruppen bzw. Migrantenorganisationen auf gleicher Augenhöhe anzuregen und auszuweiten. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Lernprozesse bei allen Beteiligten erforderlich – die entsprechenden Kompetenzen werden gezielt vermittelt und trainiert. Die Planung der Maßnahmen erfolgt möglichst gemeinsam, und die jeweils erforderlichen Strategien zur Umsetzung werden -durch Coaching unterstützt - vor Ort erarbeitet.

Wie? Das Modellprojekt war ein „lernendes Projekt“ und funktioniert nach der Methode der partnerschaftlichen Einbeziehung der Beteiligten und des Change Managements. Das Moderationsteam verfügt über dieses Know-How und eigene Erfahrungen in interkultureller Projekt- und Vereinsarbeit. Die Lenkungsgruppe besteht aus Projektbeteiligten, repräsentiert unterschiedliche Arbeitsfelder und Strukturen im DRK, plant und gestaltet die Fortbildungsveranstaltungen und das weitere Vorgehen zusammen mit dem Moderationsteam sowie der Projektleitung.

Was? Die Projektbeteiligten führen vor Ort interkulturelle Aktivitäten bzw. Projekte durch in den Aufgabenfeldern Seniorenarbeit, Kleiderläden, Jugendrotkreuz, Anti-Diskriminierung und in der Arbeit mit Frauen, Familien und jungen Erwachsenen sowie allgemeine Maßnahmen zur Interkulturellen Öffnung.

In der praktischen Arbeit hat sich herausgestellt, dass in einigen Kreisverbänden die Interkulturelle Öffnung in mehreren Arbeitsfeldern angegangen wird, in andern findet die interkulturelle Arbeit in einem engumschriebenen Arbeitsfeld statt. Manchmal bewegt sich lange Zeit kaum etwas, dann kommen plötzlich große Fortschritte zustande. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Ergebnisse aus.

Maßnahmen

Pro Jahr werden für alle am Modellprojekt Beteiligten zwei bis drei Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt, um an den relevanten Themen gemeinsam weiter zu lernen und zu arbeiten. Dazu gehören: Diversity Training und Interkulturelle Öffnung, interkulturelles Projektmanagement, das Arbeiten in gemischt-kultureller Zusammensetzung, Kontaktaufnahme mit Migrantengruppen, Motivierung von DRK-Mitarbeiter/innen, Anstoßen von Öffnungsprozessen im eigenen Verband, fallbezogene Strategieplanung u.a.

Die beteiligten zehn Kreisverbände und das Bayerische Jugendrotkreuz können sich bezüglich ihrer jeweiligen Situationen und Fragestellungen einzeln kollegial - durch Mentor/innen aus der Lenkungsgruppe - oder professionell durch qualifizierte Trainer/innen beraten und coachen lassen. Die Kosten werden bis zu einer bestimmten Höhe vom GS getragen.

Dauer

Das Modellprojekt dauerte von Ende 2007 bis Ende 2010. In der letzten Phase des Modellprojektes (Mai-Juni 2010) hat eine Evaluierung durch Herrn Prof. Michael Behnisch, Fachhochschule Frankfurt am Main, stattgefunden. Darin wurden die Erfahrungen der Projektbeteiligten erhoben.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Evaluierung liegen in Kurzform und als ausführlicher Bericht vor. Darin werden auch die Faktoren herausgearbeitet, die für eine erfolgreiche interkulturelle Arbeit entscheidend sind.