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Auslandshilfe

Illustration Auslandshilfe
Foto: S.Trappe / DRK

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Dass Deutschland ein Einwanderungs- oder Zuwanderungsland ist, ist inzwischen allgemein anerkannt. Menschen mit Migrantionshintergrund bilden einen bedeutenden Bestandteil unserer Bevölkerung. Und ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nimmt zu. In vielen deutschen Großstädten bilden Migrantinnen und Migranten schon heute die Mehrheit: in der Kindertagesstätte, in der Schule, im Wohnviertel.

Diese Entwicklung ist unumkehrbar, und sie zeigt: „Migrationshintergrund“ ist Teil unseres Alltages und Normalität - übrigens nicht nur in Deutschland. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung nimmt es nicht wunder, dass das Thema „Interkulturelle Öffnung“ Konjunktur hat: bei Unternehmen, in der Verwaltung, bei Verbänden.

Wir verstehen unter Interkultureller Öffnung einen selbstverantworteten, systematischen und zielgerichteten Entwicklungsprozess von Organisationen mit dem Ziel, die Bedingungen für eine umfassende und gleichberechtigte Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund in allen gesellschaftlichen Bereichen herzustellen. Das setzt die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt als Ressource für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt voraus. Und das Verständnis, dass Menschen mit Migrationshintergrund eine gleichberechtigte Rolle spielen müssen: als Klienten oder Kunden, als Mitarbeiter und Führungskräfte, als Bürger, als Menschen und Träger von Menschenrechten.

Im März 2009 hat das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes die Interkulturelle Öffnung unseres Verbandes zu einer Schwerpunktaufgabe für die nächsten Jahre erklärt. Eine der ersten Maßnahmen, die daraufhin initiiert wurden, war eine verbandsweite Erhebung quantitativer und qualitativer Befunde zum Stand der Dinge und zur Relevanz von Interkultureller Öffnung im Deutschen Roten Kreuz. Die Ergebnisse liegen inzwischen vor: Demnach hält der bei weitem überwiegende Teil der Mitgliedsverbände, die sich an der Befragung beteiligt haben, die Interkulturelle Öffnung angesichts der demografischen Entwicklung für dringend erforderlich und erkennt darin eine hohe Relevanz für die Zukunftsfähigkeit unseres Verbandes. Etwa zwei Drittel sehen einen besonderen Handlungsbedarf, die Attraktivität des DRK für Mitarbeitende aus dem Kreis der Menschen mit Migrationshintergrund durch Interkulturelle Öffnung zu steigern.

Dennoch bleibt noch viel zu tun! In vielen unserer Untergliederungen ist Interkulturelle Öffnung zwar Thema; nachhaltige Strukturen, insbesondere im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung, fehlen aber noch an vielen Stellen.

Mit dieser Website wollen wir die Interkulturelle Öffnung im Deutschen Roten Kreuz unterstützen und alle, die dafür Verantwortung tragen, die Führungs- und Aufsichtsgremien, und alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in all unseren Aufgabenfeldern ermuntern und ermutigen, ihren Beitrag dafür zu leisten, dass auch unser Verband der Vielfalt in unserer Gesellschaft gerecht wird!

Berlin, im Juni 2012

Dr. rer. pol. h.c. Rudolf Seiters

Präsident des Deutschen Roten Kreuzes

Bundesminister a.D.