Sie sind hier: Grundlagen / Beschlüsse und Selbstverpflichtungen

Auslandshilfe

Illustration Auslandshilfe
Foto: S.Trappe / DRK

Weltweit auf DRK.de

Fachportal DRK Wohlfahrtspflege

Grundlegende Beschlüsse und Maßnahmen im Deutschen Roten Kreuz

Grundlegende Beschlüsse, Selbstverpflichtungen und Maßnahmen zur Interkulturellen Öffnung im Deutschen Roten Kreuz

2014

Das DRK-Präsidium beschließt:

Um die Interkulturelle Öffnung im DRK weiterhin zu forcieren, sollen für die folgenden Aufgabenbereiche Strategien und Umsetzungskonzepte entwickelt bzw. weiterentwickelt werden:

- Bildung (insbes. Lehr- und Lernunterlagen)

- Öffentlichkeitsarbeit, Markenentwicklung. Leitbild

- Ehrenamt, Freiwilligendienste

- Unterstützung in einzelnen Aufgabenfeldern (Arbeitshilfen)

(An der Konkretisierung der Aufgaben wird gearbeitet.)

2014

Fertigstellung der arbeitsfeldübergreifenden Arbeitshilfe „Interkulturelle Öffnung im DRK“ mit Praxisbeispielen aus den meisten DRK- Arbeitsfeldern.

[Link]

2013

Verabschiedung der DRK- Strategie 2020. Interkulturelle Aspekte wurden in alle Aufgaben- und Handlungsfelder aufgenommen.

[Link]

2011

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme „Interkulturelle Öffnung im DRK“ werden vorgelegt. Befragt wurden Führungskräfte aus den Landes- und Kreisverbänden sowie von den Schwesternschaften.

[Link]

2010-2012

Die über den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte „Qualifizierungsmaßnahme zur Interkulturellen Handlungskompetenz - „IKÖ-Manager/in in der Sozialwirtschaft“ richtete sich an Hauptamtliche. Mehr als 115 Führungs- und Fachkräfte aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und DRK-Gliederungen nahmen an den aufeinander aufbauenden Fortbildungsveranstaltungen teil. Zudem fanden 74 zweitägige Basis-Schulungen zur Sensibilisierung vor Ort statt, an denen insgesamt ca. 700 DRK -Kolleginnen und -Kollegen teilnahmen. Die Konferenz „Interkulturelle Öffnung – konkret“ in Bayreuth war Abschluss und Resümee der Qualifizierungsmaßnahme.

[Link]

2009 ff

In alle Lehr- und Lernunterlagen, die vom Bundesverband herausgegeben werden, wird sukzessive das Thema Interkulturalität / Interkulturelle Öffnung eingearbeitet. Einige Landesverbände setzen dies auch bei den Lehr- und Lernunterlagen um, die sie eigenverantwortlich herausgeben. (Der Beschluss wurde 2012 weiter konkretisiert.)

2009

Das DRK-Präsidium beschließt: „Das Thema Integration, Migration und interkulturelle

Öffnung soll über alle Bereiche vernetzt mit messbaren Zielen für 2010 und die gesamte nächste Wahlperiode des Präsidiums ausgestaltet werden.“

Zur Umsetzung wird eine Steuerungsgruppe „Interkulturelle Öffnung im DRK“ eingesetzt. Eine Bestandsaufnahme zur Interkulturellen Öffnung des Verbandes wird in Auftrag gegeben. Der Prozess zur kultursensiblen Gestaltung der Lehr- und Lernunterlagen wird initiiert.

2008

Der Generalsekretär unterzeichnet die „Charta der Vielfalt“. Danach ist „Eine Unternehmenskultur zu pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jedes Einzelnen geprägt ist. Sicher zu stellen, dass wir die vielfältigen Fähigkeiten und Talente aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut berücksichtigen. Die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb des DRK anerkennen und wertschätzen“.

[Link]

2007

Die Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Europa erklären, „den Wert an[zuerkennen], den Migranten in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht in die Gesellschaften der Aufnahmeländer einbringen und diese so bereichern“. Zudem verpflichten sie sich dazu, „dafür Sorge zu tragen, dass das Rote Kreuz und der Rote Halbmond die Integration fördern, offen für alle sind, und sich in der Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung sowie für die Achtung der Vielfalt und der menschlichen Würde uneingeschränkt einsetzen“.

Anlässlich der Internationalen Konferenz der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften geht das DRK eine Selbstverpflichtung zur „Förderung der Inklusion von Migranten“ ein.

[Link]

2007

Das DRK richtete die 1. Fach- und Vernetzungstagung „Kultursensible Altenhilfe – konkret!“ im Oktober 2007 im Zusammenwirken mit dem Forum für eine kultursensible Altenhilfe aus. Als ein Ergebnis der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe (s.u.) wurden zahlreiche gute Arbeitsansätze und Projekte vorgestellt, die an die Situation älterer Zuwanderer in unserer Gesellschaft anknüpfen und positive Wirkungen hervorgebracht haben.

Die Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe (2004-2006) hatte in über 200 Aktionen mit mehr als 130 beteiligten Einrichtungen und Organisationen bundesweit die Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe angestoßen und die Fachöffentlichkeit für das Thema sensibilisiert.

[Link

2006

Die „Strategie 2010“ der Föderation appelliert an alle Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften, angesichts der zunehmend diversifizierten Bevölkerungszusammensetzung sicherzustellen, „dass sich die Zusammensetzung der Bevölkerung auch in der Besetzung der Führungspositionen widerspiegelt“.

2004

Das DRK richtet die Auftaktveranstaltung zum Start der bundesweiten überverbandlichen „Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe“ aus. In der etwas mehr als ein-jährigen Kampagne wächst die Zahl der Unterzeichner um mehr als 200 Organisationen, Kommunen und Träger, die sich für die Interkulturelle Öffnung von Altenhilfe - Einrichtungen und –Diensten einsetzen.

[Link]

2004

Das Präsidium des Deutschen Roten Kreuzes unterstreicht „die Notwendigkeit, Interkulturelle Öffnung im DRK‘ als wichtige Aufgabenstellung voranzutreiben“.

2003

Der Delegiertenrat beschließt eine Resolution, mit der er die Nationalen Gesellschaften auffordert, „Toleranz, Nicht-Diskriminierung und Respekt für kulturelle Vielfalt zu fördern“ und entsprechende Maßnahmen durchzuführen. Insbesondere soll eine „Einschätzung der Zusammensetzung der Führung, des Personals, der Ehrenamtlichen und der Mitglieder der Organisationen“ vorgenommen, „eine unausgewogene Zusammensetzung der Mitglieder, aus welchen Gründen auch immer – Rasse, Religion, Geschlecht, Alter –, (...) erkannt und energisch angegangen“ sowie sichergestellt werden, „dass wir als tolerant und nicht-diskriminierend wahrgenommen werden und Vielfalt respektieren“.

2002

Das DRK unterschreibt - gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden - das „Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe“ und geht die Selbstverpflichtung ein, die kultursensible Versorgung in den Diensten und Einrichtungen der Altenhilfe sukzessive in seinem Verband umzusetzen.

[Link]

2002

Auf der Europäischen Regionalkonferenz verpflichten sich die Nationalen Gesellschaften zu bedarfsgerechten und zielgerichteten Maßnahmen, zu einer Kultur der Integration sowie zu einer ausgewogenen Einbindung von Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft entsprechend der kulturellen Vielfalt.

1998

Dem Auftrag von 1994 folgt die „Strategische Teilplanung für das Geschäftsfeld Migration“. Sie fordert die „Öffnung aller DRK-Dienste und Angebote für Migrant_innen“, die „Einbeziehung von Migrant_innen in die Alltagsarbeit des DRK“ sowie die „Förderung von interkultureller Kompetenz als Schlüsselqualifikation für DRK-Mitarbeitenden“.

1994

Vor dem Hintergrund der Grundsätze der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und entsprechender Beschlüsse der internationalen und nationalen Gremien trifft das Deutsche Rote Kreuz die Grundsatzaussage, „Migranten als mitgestaltende Partner in alle Bereiche des verbandlichen Lebens einzubeziehen“.